Beton floss in Schalungen, die Treppe schwebte an ihren Platz und Schotter verdichtete sich unter dem Gewicht der Rüttelplatte. Bevor es weitergehen kann, muss der Beton der Decken abbinden. Der perfekte Zeitpunkt für die dreiwöchige Sommerpause.
Denn im August machen viele der Handwerksbetriebe Urlaub. Es bleibt also erst einmal ruhig auf der Baustelle. Wir nutzen die Zeit und geben noch einmal einen kleinen Überblick, was in der Zwischenzeit so alles passiert ist.
Stahlstützen und Träger
Seit kurzem stehen vier Stahlstützen im Rohbau. Sie waren zu Beginn nicht eingeplant gewesen. Der Statiker ergänzte sie erst kurz nach der Ausschreibung des Rohbaus. Denn nach den ersten Angeboten war klar: Der Rohbau wird deutlich mehr kosten als geplant. Wo können wir also Kosten sparen?
Die Antwort war schnell klar: Wir reduzieren die Deckenstärke. Geringere Kosten, aber auch geringere Traglast. Ursprünglich hatten wir geplant, Dach und Loggia ohne Säulen oder Stützen über die Grundfläche hinausragen zu lassen. Das war jetzt unmöglich.
Drei der vier Stahlstützen konnte die Architektin unauffällig im Innenraum integrieren. Nur an der Gebäudeecke ging das nicht. Dort steht jetzt ein massiver Stahlträger, der sogar ein eigenes Fundament hat.
Mehr zu den Hintergründen erfährst du in unserem Artikel zur Vergabe der Rohbauarbeiten.
Sichtbetontreppe: gut geschützt durch die Bauphase
Bevor es mit Decken und Dach weitergehen konnte, musste die Treppe millimetergenau eingesetzt werden. Mehrere Lagen Folie und eine robuste Holzverschalung schützen sie nun vor Kratzern und Bauschmutz. So übersteht sie die kommenden Monate unversehrt auf der Baustelle.
Installationen in der Betondecke
Die Treppe saß an ihrer Position, die Fertigteildecken lagen bereit. Doch bevor die Decke auf volle Stärke betoniert werden konnte, verlegten die Elektriker und Sanitärinstallateure Leerrohre für Strom, Netzwerk und Lüftung.
Flachdach: Attika als Dachumrandung
Der Rohbauer hat direkt die Attikamauer aus Kalksandstein auf dem Dach hochgezogen. Jetzt ist alles bereit, damit die Spengler im September loslegen können. Sie kümmern sich um die Dachabdichtung, Regenabläufe und das Gründach.
Garage & Einfahrt bekommen Untergrund aus Schotter
Weil Kran, Bagger und Co. ohnehin vor Ort sind, haben wir gleich ein paar Arbeiten an den Außenanlagen erledigen lassen: Die Garageneinfahrt wurde mit L-Winkelsteinen an der Grundstücksgrenze eingefasst, außerdem erhielten Garagenboden und Einfahrt einen Schotterbelag und sind bereit für die Pflasterarbeiten.
Rohbau: vorläufiges Fazit
Wir sind sehr zufrieden, wie reibungslos der Rohbau gelaufen ist: Keine größeren Probleme und wir liegen im Zeitplan. So kann die Sommerpause kommen. Im September geht es dann mit Dachabdichtung, Fenstern und Elektroarbeiten weiter.
2 Kommentare
Hallo liebe Hanglage-No. 8 Bauherren,
auch wir stehen vor der Herausforderung, ein Grundstück in Hanglage zu bebauen.
Habt ihr eure Garage unterkellert? Wenn nicht, warum habt ihr euch dagegen entschieden? Wahrscheinlich ist es ein Preisthema. Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen teilt.
Hi Markus,
unsere Garage ist nicht unterkellert. Das wäre zwar nicht ganz unpraktisch, da dann dem Garten zugewandt nochmal Stauraum für Gartengeräte usw. zur Verfügung stände, ist aber eben wesentlich teurer (Bodenplatte erweitern, Wände komplett WU-Beton, Abdichtung), vermutlich etwa 50k€.
Unsere Garage steht nun einfach auf einem abgetreppten Streifenfundament und ist auch nicht gedämmt (nur die Wand die ans Haus anschließt).
Kommentar schreiben