Fenster haben ihren Platz gewechselt, Wände sind gewandert oder sogar komplett verschwunden. Eigentlich waren wir mit unserem ersten Grundriss sehr zufrieden. Doch als wir uns in der Werksplanung mit Details befasst haben, zeigte sich, was noch besser geht. 

Man muss schon genau hinsehen, um die Unterschiede im Grundriss zu entdecken. Am größten sind sie im Schlafzimmer, Ankleide und Badezimmer. Doch auch im Untergeschoss hat sich noch etwas verändert.

Grundrissänderung im Erdgeschoss: größeres Schlafzimmer, kleinere Küche

Im ersten Entwurf stand das Bett an der anderen Wand. Beim Aufwachen wollen wir aber auf die große Fensterfront ins Grüne schauen. Dafür musste das Schlafzimmer breiter werden.

Da die Küche sehr großzügig geplant war, konnten wir die Wand dazwischen verschieben. So wurde nicht nur das Schlafzimmer größer, sondern auch die Ankleide.

Fenster im Schlafzimmer: Tageslicht vs. Privatsphäre

Ursprünglich hatte unsere Architektin geplant, beide Außenwände des Schlafzimmers vollflächig zu verglasen. Eine schöne Idee, für uns aber zu offen. Vor allem, weil Teile des Nachbarhauses auf gleicher Höhe liegen.

Jetzt geht das Fenster nur noch ein kleines Stück um die Ecke. Der Blick ins Grüne bleibt: Denn die Front des Schlafzimmers bleibt voll verglast. Weil durch die reduzierte Fensterfront weniger Licht einfällt, haben wir die Ankleide um ein bodentiefes Fenster ergänzt.

Zugang zur Speisekammer durch die Küchenfront

Statt einer zusätzlichen Tür im Flur, durch die man die Speisekammer betreten könnte, haben wir uns für einen versteckten Zugang in der Einbauküche entschieden. So lässt sich die Speisekammer beim Kochen leichter erreichen und die Tür ist nicht erkennbar, wenn sie nicht gebraucht wird.

Badplanung: neue Aufteilung von Waschbecken und Toilette

Im Masterbad haben wir Toilette, Waschtisch und Raumtrenner neu angeordnet. Das Ziel: mehr Raum und eine optische Trennung. Die Toilette steht jetzt neben dem Waschtisch, getrennt durch einen Raumteiler aus Holz. An dem dadurch freigewordenen Platz wollen wir einen Schrank stellen und zwischen Dusche und Waschtisch soll ein Handtuchheizkörper kommen. Damit man beim Betreten des Badezimmers nicht direkt auf die Toilette blickt, haben wir die Tür ein Stück nach links versetzt.

Grundriss optimiert im Untergeschoss

Im Untergeschoss hat sich hingegen wenig geändert. Wir haben die Badezimmertür versetzt und die geplante Wand im Hauswirtschaftsraum verworfen. Sie hätte die Waschmaschine räumlich getrennt. Der Raum ist so funktionaler, wir gewinnen Fläche und sparen uns eine Tür.

Viele kleine Änderungen können einen großen Unterschied machen. Der finale Grundriss fühlt sich richtig an. Wie es sich darin wohnt, wissen wir natürlich erst später. Was meinst du? Worauf hättest du in der Planung noch geachtet?