Schon aus der Ferne sehen wir den Baukran über die Siedlung ragen. Und auch von Nahem zeigt sich: Es hat sich viel getan seit unserem letzten Besuch vor zwei Wochen. Die Bodenplatte befindet sich in der Baugrube und auch die Schalungen für die ersten Wände stehen.
Kanalarbeiten
Die Kanalarbeiten sind noch nicht vollständig abgeschlossen, aber es geht voran. Die Rohbauer haben zwei Revisionsschächte gesetzt: einen für Schmutzwasser und einen für Regenwasser - als sogenanntes Trennsystem. Auch ein Absturz haben sie eingebaut, um Höhenunterschiede im Leitungsverlauf sicher zu überbrücken.
Bodenplatte
Die wohl größte Veränderung fällt sofort auf: Die Bodenplatte ist gegossen! Und auf ihr stehen die ersten Schalungen für die Außenwände des Untergeschosses. Das erste Mal können wir die Dimensionen unseres Hauses erahnen und Zimmer für Zimmer ablaufen.
Aufbau der Bodenplatte
Die Bodenplatte besteht aus mehreren Schichten, um sowohl statische als auch energetische Anforderungen zu erfüllen:
- 25 Zentimeter Bodenplatte aus WU-Beton
- zweilagige PE-Folie
- 12 Zentimeter Wärmedämmung aus Styrodur
- 5 Zentimeter Sauberkeitsschicht aus WU-Beton
- 1 Meter Bodenaustausch verdichteter Schotter
Innerhalb der Sauberkeitsschicht rund um die Bodenplatte liegt ein Ringerder. Er ist Teil des Blitzschutzkonzeptes und gewährleistet die elektrische Sicherheit des Hauses.
In manchen Fällen reicht dafür ein Fundamenterder, der direkt in der Bodenplatte aus Bandstahl verlegt wird. In gedämmten Gebäuden fehlt jedoch der notwendige Kontakt zwischen Beton und Erdreich. Da bei uns sowohl die Bodenplatte als auch die Außenwände des Untergeschosses gedämmt sind, braucht es eine zusätzliche Erdung: den Ringerder.
Der Ringerder verläuft außerhalb des Gebäudes und ist somit dauerhaft der Bodenfeuchtigkeit ausgesetzt. Damit er nicht so schnell rostet, muss der Ringerder aus besonders korrosionsbeständigem Edelstahl (V4A) bestehen. Über mehrere Anschlussfahnen ist er mit dem Fundamenterder in der Bodenplatte verbunden.
Der Fundamenterder wiederum ist mit dem Potentialausgleichsleiter verbunden, der sich später im Technikraum am Sicherungskasten befinden wird und schon jetzt aus der Bodenplatte ragt. Von dort aus kann der Elektriker später die Erdung der elektrischen Anlagen herstellen.
In der Bodenplatte liegen für Schmutzwasser vier Bodenauslässe, die das Abwasser zum Revisionsschacht führen. Dieser befindet sich später ebenfalls im Technikraum. Der Schacht hat einen Deckel und ist Teil des Rückstauschutzes mittels Pumpfix. Dadurch kann das Abwasser auch bei einem Hochwasser abfließen. Ein weiterer Vorteil des Revisionsschachts: Er ist für Wartungen und Kontrollen leicht zugänglich.
Kosten der Bodenplatte
| Endkosten | |
|---|---|
|
Sauberkeitsschicht unter Bodenplatte
150m² |
1.400,00 € |
|
Wärmedämmung Bodenplatte
Styrodur 12cm, 150m² |
3.400,00 € |
|
PE-Folie 2-lagig
150m² |
351,00 € |
|
Ringerder
65 lfdm |
1.121,00 € |
|
Fundamenterder
55 lfdm |
760,00 € |
|
Bodenplatte Kellergeschoss
Dicke: 25cm |
7.234,00 € |
| Randabstellungen | 867,00 € |
| MwSt. (19%) | 2.875,27 € |
| Gesamt | 18.008,27 € |
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